Kaimaninseln — ein paradiesischer (Tauch-) Finanzplatz

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9 Jun 2010

Dieser Beitrag wurde am 9. Juni 2010 um 8:27 am erstellt und befindet sich in der Kaimaninseln. Du kannst dieses Posting als RSS 2.0 Feed abonnieren. Du kannst einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von deiner Website.

Wussten Sie, dass sich einer der grössten Finanzplätze der Welt in der Karibik befindet? In George Town, der Hauptstadt der Kaimaninseln, sind fast alle internationalen Banken vertreten. Daneben gelten die Kaimaninseln als Taucherparadies, deren Tauchreviere zu den schönsten der Karibik zählen und weltweit bei Tauchern bekannt sind. Das sind dann bereits zwei Gründe, die die Kaimaninseln zu etwas Besonderem machen. Schauen wir, ob es noch weitere gibt. 

Geographie-Daten, Tauchgründe und Strandleben
Die etwa 350 Kilometer von Kuba entfernten Kaimaninseln Grand Cayman, Little Cayman und Cayman Brac gehören bis heute als Überseegebiet zum Vereinigten Königreich. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass Englisch die offizielle Amtssprache auf den Inseln ist. Grösste dieser Inseln ist Grand Cayman mit etwa 197 Quadratkilometern, wobei die Gesamtfläche aller drei Inseln 262 Quadratkilometer beträgt. Nach CIA World Factbook 2009 leben etwas über 49.000 Einwohner auf den Kaimaninseln, die meisten davon in der Hauptstadt George Town. Hohe Berge haben die Kaimaninseln nicht zu bieten: Die höchste Erhebung „The Bluff“ auf der Insel Cayman Brac ist nicht einmal fünfzig Meter hoch. Im Meer vor den Inseln geht es dafür umso tiefer. Mit dem steil abfallenden und etwa 7.680 Meter tiefen Cayman Graben befindet sich eine der tiefsten Stellen der Meere weltweit in der Karibik. In den Cayman Graben sollte man allerdings nur als besonders erfahrener Taucher abtauchen. Wer noch Erfahrungen zu sammeln hat, kann sich für viele andere reizvolle Tauchplätze entscheiden. Vom Seven Mile Beach aus geht es beispielsweise teils nur zweihundert Meter ins Meer hinein, bevor man die ersten schönen Tauchgründe erreicht. Seven Mile Beach ist auch ein sehr gutes Ziel für diejenigen, die einfach am Strand liegen und zum Baden ins Wasser möchten. Weitere Strände zum Baden sind beispielsweise Public Beach und West Bay Public Beach. Eine Reihe von Nachtclubs auf Grand Cayman sorgt dafür, dass auch Nachtschwärmer hier ihren Spass haben. Unvergleichlich sind die Korallenriffe vor den Kaimaninseln. Die Unterwasserwelt vor Cayman Brac hält noch ein besonderes Erlebnis für Taucher bereit: Hier liegt ein 1996 gesunkenes russisches Kriegsschiff mit vier Deckkanonen, das sich betauchen lässt.   

Schildkröten, Vogelschwärme und halbzahme Stachelrochen
Grosse Fischschwärme durchziehen das Wasser vor den Küsten der Inseln, Taucher treffen teils auch auf seltene Arten wie die Fächerfische. Namensgeber der Kaimaninseln sind dagegen Landtiere: Echsen, die die Entdecker der Insel einst für eine Art von Krokodilen gehalten haben. Einst lebten die Kaimaninseln vor allem vom Export von Muscheln und Schildkröten. Das hat sich — Gott sei Dank — gewandelt. Die Meeresschildkröten sind heute eher seltene Gäste auf den Kaimaninseln. Allerdings gibt es mit der Turtle Farm am Boatswain’s Beach ein Programm, um die Population dieser Tiere wieder zu stärken. Einmal pro Jahr wird vielen Schildkröten aus der Farm die Freiheit geschenkt, damit sie zu wild lebenden Bewohnern der Inseln werden. Eine besondere Begegnung mit Meerestieren bietet auch die Sandbank „Stingray City“: Hier trifft man auf viele Stachelrochen, die an den Menschen gewöhnt sind und sich auch füttern lassen. Die Natur der Inseln hat aber auch abseits der Begegnung mit Tieren einiges zu bieten. Zu den Naturattraktionen der Kaimaninseln gehören etwa die Pirates Caves. Diese unterirdischen Höhlen dienten einst als Versteck für Freibeuter der Karibik. Die beiden kleineren Kaimaninseln sind weitaus weniger bewohnt als Grand Cayman: Sie sind deshalb ursprünglicher und weniger vom Menschen geprägt, wodurch sie ein besonderes Naturerleben ermöglichen. So führen zahlreiche Wanderwege über die Insel Cayman Brac, auf der fast zweihundert Vogelarten weitgehend ungestört leben. 

George Town
Die mit Abstand grösste Stadt der Kaimaninseln ist die Hauptstadt George Town auf Grand Cayman. Hier leben die meisten Menschen der Inseln. Hier stehen auch die Filialen der meisten international tätigen Banken. Und hier locken Museen zum Blick auf die Inselgeschichte, Glockenturm und Gerichtsgebäude zum Sightseeing. George Town ist aber auch ein gutes Reiseziel für all diejenigen, die zollfrei einkaufen möchten. Eine kulinarische Spezialität, die Sie hier versuchen sollten, ist der Rumkuchen, der von den Kaimaninseln aus mittlerweile in viele Länder exportiert wird. 

Flughäfen
Die drei Kaimaninseln besitzen jeweils einen eigenen Flughafen; allerdings dient keiner dieser Flughäfen für internationale Flüge. Sie werden also mit Umwegen fliegen müssen, um die Kaimaninseln zu erreichen.

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