Dominica — die Naturinsel

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5 Jun 2010

Dieser Beitrag wurde am 5. Juni 2010 um 8:57 am erstellt und befindet sich in der Domenica. Du kannst dieses Posting als RSS 2.0 Feed abonnieren. Du kannst einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von deiner Website.

Das Faszinierendste an Dominica ist wohl die hier wild wachsende Natur. Die Insel trägt auch den Beinamen „Naturinsel („the nature island“). Vulkanismus formte hier die Bergwelt im Inselinneren, wo dichte Urwälder wachsen. Noch heute speist die Hitze aus der Erde etwa den Boiling Lake mit seinem dampfenden Wasser. Über dreihundert Flüsse und Bäche durchziehen die Insel, die nur an einigen Stellen den Karibikträumen von weissen Stränden am kristallklaren Wasser entspricht. Dominica lockt daher auch weniger Pauschaltouristen als individuelle Reisende an, die die Natur der Insel lieben, ins die Insel umgebende Meer eintauchen und/oder sich auf Wandertouren begeben. Hier auf Dominica treffen sie dann vielleicht auch auf einen der letzten Stämme der Kariben, die der Karibik ihren Namen gaben. Dominica ist ein sehr ursprüngliches Stück Karibik und taugt dazu, Ihren Karibikträumen eine neue Facette zu verleihen.

Geografisches
Dominica liegt in der Ostkaribik und ist als eigenständiger Staat Teil des Commonwealth of Nations. Im deutschen Sprachgebrauch gehört die Insel der Kleinen Antillen zur Gruppe der Inseln über dem Winde; Engländer wählen da etwas andere Einteilungen. Mit dem 1.447 Meter hohen Morne Diablotins liegt der zweitgrösste Berg der Kleinen Antillen auf Dominica. Wie die anderen Berge der Insel ist er vulkanischen Ursprungs und ein noch aktiver Vulkan. Der letzte Ausbruch soll allerdings etwa 30.000 bis 40.000 Jahre zurückliegen.

Naturerleben
Dominica lädt seine Gäste zum geniesserischen Erleben der Natur ein. Ein Bad am Fusse eines Wasserfalls ist eins dieser Erlebnisse, die einen grossen Genuss inmitten reizvoller Natur versprechen. Solch ein Bad ist etwa im so genannten Emerald Pool möglich. Vor allem ab einer Höhe von etwa dreihundert Metern beginnt der Regenwald der Insel. Die Bäume erreichen hier in der Regel eine Höhe von etwa dreissig Metern und die Baumkronen berühren einander teils derart, dass bei Regen kaum Wasser den Boden erreicht. Dominica ist ein Vogelparadies: Hier leben etwa 162 Vogelarten. Nur auf Trinidad und Tobago ist die Vielfalt der Vogelarten reicher. Auf Dominica leben beispielsweise Papageien, Kolibris, Reiher, Bussarde und Eisvögel. Die Säugetiere der Insel sind eher klein: Zu ihnen gehören etwa die Agutis, die ungefähr die Grösse von Hasen erreichen. Ein gutes Stück vor der Küste sind die Tiere dafür umso grösser. Von Dominica aus starten Boote zur Wal-Beobachtung. Auf solchen Touren trifft man etwa auf Pottwale, Schwert- und Grindwale, seltener (im Winter) auch auf Buckelwale. Teile Dominicas gehören als Nationalpark „Morne Trois Pitons“ seit 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe. Schluchten, heisse Quellen und insgesamt sechs verschiedene Vegetationszonen prägen die Region rund um den etwa 1.342 Meter hohen gleichnamigen Vulkan.

Ein Strand und die Ursprünge der Karibik
Dominica ist zwar nicht bekannt für seine weissen Strände, das bedeutet jedoch nicht, dass es solche Strände gar nicht gibt. Im Nordosten der Insel liegt etwa der Woodford Hill Beach: Er ist weiss, es gibt Palmen und Fotos vom Strand lassen dann doch wieder jene typischen Karibikträume wachsen. Spuren von karibischen Ursprüngen findet man dagegen in einem Reservat im östlichen Teil der Insel. Etwa 500 Mitglieder eines Stamms der Kariben leben hier bis heute. Die Population gilt als grösste fast homogene Gruppe der Kariben innerhalb der Karibik. Genau definiert ist der Begriff „Karibe“ allerdings nicht. In diesem Fall handelt es sich um die so genannten Insel-Kariben, also die Ureinwohner auf den karibischen Inseln der Kleinen Antillen.

Aktivitäten auf Dominica
Dominica bietet seinen Gästen eine ganze Reihe kleiner Abenteuer, die einem Urlaub prickelnde Attraktivität verleiht. Sightseeing-Flüge werden ebenso angeboten wie etwa Kajakfahrten, Reitausflüge, Beobachtungstouren zu den Meeresschildkröten, Schiffstouren, Sportfischen und natürlich Tauchgänge. Taucher finden auch im Wasser nahe Dominica — wie an so vielen Orten der Karibik — herrliche Unterwasserparadiese.

Städte und Kultur
Mit Abstand die grösste Stadt Dominicas ist die Hauptstadt Roseau mit etwas 16.000 Einwohnern. Andere Städte wie etwa Portsmouth, Berekua, Marigot und Grand Bay haben dagegen deutlich unter 5.000 Einwohner. Hochhäuser mit mehr als drei Stockwerken wird man in Roseau weitgehend vergeblich suchen. Teile der Stadt sind von bunten Holzhäusern geprägt. Französischer Kolonialstil ist in Roseau ebenso präsent wie der englische Stil in Roseaus Umgebung. Keine andere Stadt der Karibik präsentiert sich zudem mit derart vielen botanischen Gärten wie Dominicas Hauptstadt. Ein Highlight der Kultur Dominicas sind die Festivals der Insel. Zu ihnen gehört etwa das Dominica Festival of Arts (DOMFESTA) mit Tänzern, Schauspielern, Malern, Bildhauern und Musikern. Dabei kommen nicht allein die Traditionen zum Zuge, auch die kulturelle Moderne Dominicas ist vertreten. Ein weiteres Festival auf der Insel ist das seit 1997 jährlich stattfindende World Creole Music Festival im Oktober/November des Jahres.

Flüge nach Dominica
Irgendwann wird es vielleicht einen Internationalen Flughafen auf Dominica geben; derzeit existiert er jedenfalls noch nicht. Es gibt zwar zwei Flughäfen auf Dominica, die werden allerdings nur von Flughäfen benachbarter Inseln angeflogen. Mindestens einmal umsteigen ist also Voraussetzung für einen Besuch. Die nimmt man aber gerne in Kauf: Ein Besuch lohnt sich.

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