Montserrat — fast unberührte Natur und ein Feuerspucker

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7 Mai 2010

Dieser Beitrag wurde am 7. Mai 2010 um 3:37 pm erstellt und befindet sich in der Montserrat. Du kannst dieses Posting als RSS 2.0 Feed abonnieren. Du kannst einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von deiner Website.

Manchmal ist Montserrat ganz schön heiss. Drei Vulkanmassive liegen auf der nur etwa 102 Quadratkilometer grossen Insel. Eins ist noch quicklebendig: die Soufrière Hills. 1995 zerstörte ein Vulkanausbruch Teile der Insel. Die Soufrière Hills sind seit 2007 wieder aktiv. Das alles klingt ein wenig so, als sei Montserrat nicht das ideale Ziel für besonders ängstliche Gemüter. Vielleicht stimmt das sogar. Wer aber die verschiedensten Facetten urwüchsiger Natur liebt, ist gut auf Montserrat aufgehoben. Unberührte Berge und dichte Regenwälder laden Wanderer ein. Erfahrene Taucher finden an der Ostküste der Insel ein Tauchrevier mit starker Brandung, das eine echte Herausforderung bietet und tatsächlich nur für erfahrene Taucher geeignet ist. Die Tauchreviere der Westküste sind ruhiger und bieten auch dem Anfänger schöne Tauchgänge. Einen schönen Strand gibt’s auf Montserrat auch, sodass eigentlich alle Voraussetzungen für einen angenehmen Urlaub gegeben sind, vorausgesetzt… man ist wirklich nicht zu ängstlich.

Eine gemischte Gesellschaft
Mitte der 90er Jahren bekam Montserrat die Macht des Vulkans zu spüren: Lava floss über die Insel, Asche bedeckten einige der Inseldörfer komplett. Damals wurde auch die Hauptstadt Plymouth verlassen. Regierungssitz der Insel ist heute der Ort Brades. Der Südteil der Insel ist nach wie vor gesperrt. Heute kommen Touristen auf die Insel, um den aktiven Vulkan aus sicherer Entfernung zu beobachten. Aber es sind nicht nur Touristen, die die Insel zeitweise bevölkern. Dauerhaft leben etwa 6.500 Menschen auf der Insel. Viele von ihnen stammen aus Afrika oder aus Irland. Auf Montserrat wurden im Laufe der Zeit viele Mischehen geschlossen; zugleich entstand eine Mischkultur aus afrikanischen und irischen Elementen. Die äussert sich beispielsweise am St. Patricks Day. Der traditionelle irische Feiertag wird auch in Montserrat gefeiert. Er ist jedoch nicht nur Teil der irischen Tradition, sondern auch Erinnerung an den Sklavenaufstand auf der Insel im Jahr 1768. Die Besiedlungsgeschichte Montserrats ist etwa 7.000 Jahre alt; für die Europäer wurde sie 1493 von Christoph Kolumbus entdeckt. Montserrat gehört heute als Überseegebiet zu Grossbritannien. 

Kultur von Gestern, Kultur von Heute
Den Spuren der älteren Geschichte Montserrats kann man im History Centre von Montserrat folgen. Die Bandbreite der Ausstellungsstücke umfasst unter anderem Relikte aus der Zeit vor Christoph Kolumbus, Exponate aus der Geschichte des Zuckerrohr- und Limonenanbaus sowie aus den Tagen der Sklaverei. Im Norden der Insel liegt Carr`s Bay” mit den Überresten eines Forts. Hier stehen noch einige Kanonen, die das Fort und die Insel einst gegen Angreifer verteidigen sollten, die vom Meer aus kommen könnten. Intensives Nachtleben existiert auf Montserrat nicht; es gibt einige Clubs und die für Montserrat typischen Rumshops. Richtig bunt wird es zur Zeit der Festivals. Zu diesen Festivals gehören die Queen’s Birthday Celebrations, der Cudjoe Head Day mit Live- und Steelbandmusik als Erinnerung an die afrikanischen Ursprünge der Inselkultur sowie das Festival auf Montserrat, das die Bewohner und Touristen von etwa Mitte Dezember bis zum Neujahrstag feiern. 

Natur und Freizeit auf Montserrat
Für Liebhaber urwüchsiger Natur ist Montserrat ein kleines Paradies. Verschiedene Wanderwege führen Wanderer über die Insel. Rund um die Centre Hills erwartet Sie beispielsweise eine besonders üppige natürliche Vielfalt. Mit etwas Glück begegnen Sie auf Ihrem Weg über den Oriole Walkway dem Oriole. Diese Art eines urtümlichen Sperlings ist der Nationalvogel Montserrats. Viele andere Vögel bevölkern die Region. Daneben ist hier das seltene Galliwasp Zuhause: ein Tier, das halb zu den Eidechsen und halb zu den Schlangen gehört.  Natürliche Früchte der Regenwälder Montserrats sind die Papaya, die Banane, die Kokosnuss und die Mangopflaume. Montserrats Strände bestehen überwiegend aus Vulkansand. Eine Ausnahme bildet “Rendezvous Beach”. Mit seinem weissen Sand erfüllt der Strand alle Klischees eines typischen Karibikstrandes. Erreichbar ist er mit dem Boot oder aber durch eine Wandertour, die für erfahrene Wanderer geeignet ist. Segeln, Angeln und Tauchen gehören ebenso zu den Aktivitäten, für die Montserrat ausreichend Raum bietet. 

Ihre Reise nach Montserrat
Der einstige Flughafen der Insel musste nach dem Vulkanausbruch 1995 aufgegeben werden; seit 2005 existiert im Nordteil der Insel ein neuer. Von Europa aus wird in der Regel der Flughafen der nahe gelegenen Insel Antigua angeflogen, bevor der Flug nach Montserrat weitergeht.

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